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Rassestandard und Zuchtziel

Rassestandard

Die typischen Rassemerkmale einer grauen gehörnten Heidschnucke und damit der für jede reinrassige graue gehörnte Heidschnucke zu fordernde Rassestandard setzt sich aus den folgenden Merkmalen zusammen:

 

> schwarzer Kopf

> schwarzer Hals

> schwarze Brust (schwarzer Latz)

> schwarzer Sattel

> schwarzer Bauch

> schwarze Beine

> schwarzer Spiegel

> silbergraues Vlies (nicht zu hell)

> länglicher behornter Kopf (bei beiden Geschlechtern)

> ausreichend weite Hornstellung

    - bei weiblichen Tieren Hörner sichelförmig nach hinten gebogen 

    - bei männlichen Tieren Hörner schneckenartig gebogen

> kleine Ohren, schräg aufgestellt (nicht hängend)

> breiter, tiefer Rumpf

> gut gewölbte Rippe

> korrektes, feines Fundament

> harte, trockene Klaue

> mischwolliges, silbergraues nicht zu helles Vlies (38 bis 39 Mikron)

> grobes Oberhaar, feines Unterhaar

> Kopf, Beine und Schwanz unbewollt und schwarz behaart (ohne graue Haare)

Tiere, die diese rassetypischen Merkmale nicht erfüllen, sollten - zumindest in der Herdbuchzucht - weder eingesetzt noch gekört bzw. ins Herdbuch aufgenommen werden noch auf Ausstellungen prämiert werden. Leider muss jedoch immer wieder festgestellt werden, dass auch Tiere, die dem Rassestandard der grauen gehörnten Heidschnucke nicht entsprechen, noch  gekört und sogar prämiert werden.

 

Zuchtziel

Unsere kleine Heidschnuckenherde wird ganzjährig auf der Koppel unter freiem Himmel gehalten. Als Schutz gegen starke Witterungseinflüsse steht den Tieren ein Offenstall zur Verfügung, der nur bei starken Regenfällen genutzt wird, sowie ein paar alte Fichten und Birken, die Schutz und Schatten spenden. Bei ausreichendem Weideland wird ganzjährig Heu als Raufutter angeboten sowie trockenes Brot in kleinen Mengen als „Leckerchen“. Kraftfutter oder anderes reichhaltiges Futter wird – entsprechend der ursprünglichen Haltung der Heidschnucken bei knapper Futterlage - nicht angeboten. Zusätzlich wurde berichtet, dass durch hochwertiges, üppiges Futter z.B. die Klauen weicher werden und auch Geburts- und Aufzuchtproblemen (Verlust des Widerkäuerreflexes, mangelhafte Speichelbildung, hohe Geburtsgewichte mit Geburtsproblemen) beobachtet wurden. Bedingt durch diese Form der Haltung (gleichmäßiges Futterangebot, eingeschränkter Auslauf, Schutz vor Witterungseinflüssen) ist eine natürliche Selektion auf z.B. Anspruchslosigkeit, Genügsamkeit und Widerstandsfähigkeit nicht möglich. Um das Zuchtziel, welches weitgehend dem Rassestandard entspricht, dennoch erreichen zu können, werden biometrische Parameter als Hilfsmerkmale zur Selektion erfasst und verwendet (vergl. Zuchtmethoden). Zusätzlich wird jede Heidschnucke, die in die Zucht aufgenommen werden soll, einmal im Leben auf ihre Anspruchslosigkeit und Genügsamkeit getestet. Dazu wird das Ausgangsgewicht der Tiere bestimmt und dann die Fütterung für 2 Monate auf Heu oder Stroh umgestellt. Anspruchslose und genügsame Tiere können unter diesen Bedingungen ihr Körpergewicht annähernd konstant halten. Nach diesem Test spricht nichts mehr dagegen, die Tiere auf fettem Boden zu halten.

 

Besonderen Wert legen wir in der Zucht auf die Erhaltung der charakteristischen Eigenschaften der grauen gehörnten Heidschnucke und damit auf die Erhaltung des ursprünglichen Genpools: Anspruchslosigkeit, Widerstandsfähigkeit, Genügsamkeit.

 

Das Zuchtziel im Einzelnen:

  • Genotyp G1 (Resistent gegen Scrapie).
  • Anspruchslose, sehr widerstandsfähige und absolut genügsame Tiere
  • Großrahmige Tiere mit geradem, langgestrecktem Rücken und breiter Brust. (Stockmass Altbock > 70 cm, Stockmass Aue > 60 cm)
  • Gute Konstitution mit ca. 90 kg bei Altböcken (70 bis 80 kg bei Jährlingsböcken) und 50 bis 60 kg bei Auen (ca. 40 kg bei Mutterlämmern).
  • Gerade, starke und lange Beine mit trockenen, harten Klauen (größer als 55 Shore D bei Jährlingen, größer als 45 Shore D bei 8-10 Wochen alten Lämmern).
  • Saubere Farbverteilung mit silbergrauem Vlies, schwarzem Kopf, schwarzem Hals, schwarzem Latz, schwarzem Bauch, schwarzen Beinen, schwarzem Sattel und schwarzem Spiegel.
  • Mischwolle mit 38 bis 39 Mikron (Feinheit D bis E).
  • Unbewollter Kopf mit mittelweiter Hornstellung, unbewollte Beine, unbewollter Schwanz ohne Stichelhaar und weiße Stellen (Augenringe, Schnauze).
  • Gute Bemuskelung an Vorder- und Hinterkeule sowie dem Rücken.
  • Erhaltung der Fähigkeit zum Geburtstyp „Einling“  bei Muttertieren mit guter Mütterlichkeit ohne Geburts- und Aufzuchtprobleme mit vitalen Lämmern.

 

In den letzten Jahren ist es uns gelungen, die wesentlichsten Zuchtziele zu realisieren:

Alle unsere wertvollen Zuchttiere besitzen inzwischen den Genotyp 1 und wir züchten ausschließlich weiter mit G1-Tieren. 

Alle unsere Zuchttiere besitzen inzwischen in der Wolle die Note "sehr gut" (8) und vererben diese konstant weiter. 

Alle unsere Zuchttiere entsprechen der rassetypischen Farbverteilung.

 

In den nächsten Jahren haben wir uns zum Ziel gesetzt, mit unseren beiden Ausnahmezuchtböcken "Baruch" und "Carolus" einen eigenen Zuchtstamm mit den typischen Eigenschaften dieser beiden Zuchtböcke (lang gestreckter Rücken, silbergraues Vlies, tief schwarz,  hochläufig) herauszuarbeiten und diese herausragenden Qualitätsmerkmale der Heidschnucken zu stabilisieren.

Rassestandard der grauen gehörnten HeidschnuckeRassestandard der grauen gehörnten Heidschnucke

Zuchtauswahl durch SelektionZuchtauswahl durch Selektion

Carolus, ein sehr vielversprechender Lammbock der grauen gehörnten Heidschnucke aus dem Zuchtjahr 2016Carolus, ein sehr vielversprechender Lammbock der grauen gehörnten Heidschnucke aus dem Zuchtjahr 2016

Kinderstube im April 2018Kinderstube im April 2018

Zuchtgruppe der grauen gehörnten Heidschnucke, Zuchtjahr 2017/18Zuchtgruppe der grauen gehörnten Heidschnucke, Zuchtjahr 2017/18

Elias im Alter von 3 Wochen - ein sehr großrahmiger Lammbock der grauen gehörnten Heidschnucke mit ausgezeichnter Abstammung und großem PotenzialElias im Alter von 3 Wochen - ein sehr großrahmiger Lammbock der grauen gehörnten Heidschnucke mit ausgezeichnter Abstammung und großem Potenzial

Kopfstudie von Elias (G1 9/9/9) - züchterische Perfektion  Kopfstudie von Elias (G1 9/9/9) - züchterische Perfektion

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